Nuembrecht

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Nach Auslaufen des Konzessionsvertrages zwischen der Gemeinde Nümbrecht(NRW)und RWE wollte die Kommune das Stromnetz von RWE kaufen. RWE verlangte 13,8 Millionen DM. In zweiter Instanz ordnete das OLG Düsseldorf 1995 in einer vorläufigen Verfügung an, dass RWE der Gemeinde das Stromnetz erst einmal für 13,8 Millionen DM überlassen musste und die Parteien zehn Jahre Zeit hätten, sich auf einen neuen Kaufpreis zu verständigen. 1996 verständigte man sich auf elf Millionen DM. Die Gemeinde bekam 2,8 Millionen plus Zinsen zurück. Sie nahm später allerdings noch mal 2,5 Millionen Euro in die Hand, um die völlig veraltete Technik zu modernisieren. Erwirtschaftete jährliche Gewinne derzeit (2009) zwischen 150.000 und 200.000 Euro. Das Gewerbesteueraufkommen Nümbrechts ist deutlich gestiegen, weil die GWN ihren Sitz in der Gemeinde hat.

"Nümbrecht ist eine 17.000-Seelen-Gemeinde in den sattgrünen Hügeln des Oberbergischen Landes, 40 Kilometer östlich von Köln. Das Besondere an Nümbrecht: Der Ort hat sich aus dem Stromnetz des Energieversorgers RWE ausgeklinkt. Insgesamt 11 Millionen Mark hat die Kommune Mitte der neunziger Jahre für die Übernahme der Infrastruktur und die Entflechtung der Stromnetze bezahlt. Dafür bekam sie ein Umspannungswerk mit zwei Transformatoren, 114 Transformatorenstationen sowie jeweils 70 Kilometer Kabel- und Hochspannungsleitung...." [Eine Kommune kauft ihr Stromnetz, Thomas Jansen in der Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 23. August 2007]

"Am Beispiel der Kleinstadt Nümbrecht im Oberbergischen skizziert ein [Bericht der FAZ], dass der Kauf des Stromnetzes von RWE Mitte der 90er Jahre dazu geführt hat, dass die Preise für den Kunden ungefähr in Höhe der RWE-Preise liegen, sich der Service aber weit verbessert habe und die Kommune, der die alten Verträge mit RWE “kaum Geld einbrachten”, mittlerweile gute Einnahmen erzielt: “Seit dem 1. Mai 1998 betreiben die Gemeindewerke Nümbrecht nun das ehemalige Netz der RWE. Das Unternehmen in Gemeindebesitz erwirtschaftet in der Regel einen jährlichen Gewinn zwischen 150.000 und 200.000 Euro und führt mehr als 150.000 Euro Gewerbesteuer an die Kommune ab. 13 Mitarbeiter und zwei Auszubildende werden inzwischen beschäftigt.” Der Ausstieg kostete die Gemeinde 1996 insgesamt 11 Mio. €." (Rekommunalisierung der Energie, http://www.who-owns-the-world.org/2007/09/23/rekommunalisierung-energie/ PPG-Netz)


Die Gemeindewerke Nümbrecht [[1]]

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