Muszepraeferenz
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Zu den Alternativen des krankmachenden Kapitalismus gehört auch die Mußepräferenz.
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Was ist Mußepräferenz?
"Der Terminus „Mußepräferenz” umschreibt die Tatsache, dass die Arbeitsintensität nicht bis an die mögliche Grenze gesteigert wurde, sondern nur bis zum Punkt der ausreichenden Bedarfsdeckung" - (Literatur Groh, Strategien, 78ff.). - aus
"Für den Großteil der Bevölkerung blieben die Deckung des Eigenbedarfs und „Risikominimierung”, „Mußepräferenz” und „Unterproduktivität” Leitprinzipien des wirtschaftlichen Handelns. Erst durch Agrarmodernisierung und Industrialisierung veränderte sich die Wirtschaftsweise zu einer Markwirtschaft" - aus
- http://www.uni-muenster.de/FNZ-Online/sozialeOrdnung/laendliche_gesellschaft/unterpunkte/subsistenz.htm
- Hauptüberschrift dort: SUBSISTENZWIRTSCHAFT
siehe auch
- http://www.uni-muenster.de/FNZ-Online/sozialeOrdnung/laendliche_gesellschaft/unterpunkte/subsistenz.htm
- "Strategien, Zeit und Ressourcen. Risikominimierung, Unterproduktivität und Mußepräferenz - die zentralen Kategorien von Subsistenzökonomien, in: Schweizerische Ges.f.Wirtschafts- und Sozialgesch. 5, 1986, 1-38 (gekürzt: How Subsistence Economies Work, in: Development of the Society for International Development, 1986, 3, 23-30; mehrfach nachgedruckt in Sammelbänden zur Umwelt- und Entwicklungsländerthematik). (Nr. 43)" und
- "Strategien, Zeit und Ressourcen. Risikominimierung, Unterproduktivität und Mußepräferenz - die zentralen Kategorien von Subsistenzökonomien, in: Eberhard K. Seifert (Hg.), Ökonomie und Zeit, Frankfurt 1988, 131-188 (Nr. 49 - umgearbeitete und erweiterte Fassung von Nr.43)."
- http://donndorf-online.de/Vorlesungen/Vorlsg_StoRi0607.pdf
Bücher zum Thema
- Wovon Menschen leben: Arbeit, Engagement und Muße jenseits des Marktes, Andrea Baier (Autor), Christa Müller (Autor), Karin Werner (Autor), Cornelia Suhan (Fotograf) - http://www.amazon.de/Wovon-Menschen-leben-Engagement-jenseits/dp/3865810756/ref=pd_cp_b_1
- Arbeit ohne Sinn? Sinn ohne Arbeit? Über die Zukunft der Arbeitsgesellschaft [Broschiert], Hilmar Hoffmann (Herausgeber), Dieter Kramer (Herausgeber) (1994)
- Zitat: "Wenn heute die Sicherung eines zukunftsfähigen und angenehmen Lebens mit weniger Arbeit möglich ist, dann werden nicht nur einschneidende Veränderungen notwendig, sondern auch positive Perspektiven möglich. Für die übrige Zeit werden neue ungeahnte Möglichkeiten eröffnet - für Kultur, Kulte und was sonst? Oder für Arbeitszwang statt Mußepräferenz?"
Zitate
- Zitat: "... der wahre Luxus heute besteht in der Möglichkeit zur Mußepräferenz."
aus einer Vorlesung "Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit" http://www.aktuelles.uni-konstanz.de/im-gespraech-mit/archiv-2009/konsumgueterindustrie/?print=1
- Siehe S. 19 in http://donndorf-online.de/Vorlesungen/Vorlsg_StoRi0607.pdf
- Zitat: "... Man strebte also nicht immer nach dem maximalen Ertrag oder Gewinn, die Sicherung des eigenen Lebensunterhalts genügte. … Eine "Mußepräferenz" - was keine Faulheit ist - wird als "sozial hoch angesiedelter Wert" bezeichnet. Es soll keine Leistungen geben, die über die Leistungen Anderer hinausgehen - also kein "Wettbewerbsdenken"."
- aus http://www.solon-line.de/anders-zur-welt-kommen.html um das Berliner Humboldt-Forum
- Zitat: "Dennoch geht Hauschild beherzt und quasi mit offenem Visier auf die Agora, indem er z.B. fordert: „Seien wir nicht verklemmt kulturrelativistisch um jeden Preis, sprechen wir Abstände zwischen den Vermögen unterschiedlicher Gesellschaften an: Die einen können technisch fliegen, die anderen nicht....die einen produzieren die „Mußepräferenz" der Jäger und Sammler, die anderen telefonieren und arbeiten sich krank....." Ob das Jäger- und Sammlerdasein nun so mußevoll ist, sei dahin gestellt, aber die Kritik am „Kulturrelativismus um jeden Preis" sollte zumindest ernst genommen und erwogen werden."
Im weiteren Sinne ... Muße:
- Prof. Dr. Rainer Wirtz - Zitat: "Luxus bedeutet für mich, dass ich mir eine Auszeit leisten, Muße verschaffen kann. Sitze ich beispielsweise weit weg auf einem Boot, sind das für mich Luxus-Momente. Oder wenn ich anstelle des Autos auch mal den Zug nehmen und in einem ruhigen Abteil reisen kann. Mit materiellem Luxus hat das für mich so gut wie nichts zu tun. Der ist mittlerweile ziemlich entwertet." - http://www.aktuelles.uni-konstanz.de/im-gespraech-mit/archiv-2009/konsumgueterindustrie/?print=1
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