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Gutachter: Stadtwerke-Verkauf rechnet sich nicht. Artikel aus der "Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen" (HNA) vom 09.11.2006
Ein Verkauf der Kasseler Stadtwerke "rechnet sich finanzwirtschaftlich überhaupt nicht". Zu diesem Schluss kommt Professor Dr. Heinz Josef Bontrup. Er lehrt Wirtschaftswissenschaften an der Fachhochschule Gelsenkirchen und hat im Auftrag der Gewerkschaft Ver.di Nordhessen in einem Gutachten untersucht, ob ein weiterer Verkauf von Anteilen der Städtische Werke Aktiengesellschaft Vor- oder Nachteile für die Stadt Kassel bringen würde.
Nach den Berechnungen des Wirtschaftswissenschaftlers, der sich selbst bei der Vorstellung des Gutachtens als "neutrale Person" bezeichnete ("Es geht um Objektivität und um nichts anderes"), gibt es nur Nachteile. Bontrup berechnete den Unternehmenswert der Stadtwerke mit rund 150 Millionen Euro und setzte diesen mit einem erzielbaren Verkaufserlös gleich. Weil ein Viertel der Stadtwerke bereits dem Energiemulti Vattenfall gehört, würden davon gerade mal etwa 112 Millionen Euro in der Stadtkasse landen. Angesichts von über einer Milliarde Schulden der Stadt sei der Verkaufserlös zur Schuldentilgung nur ein Tropfen auf den heißen Stein. "Die Stadt", so Bontrup, "hat dann immer noch 900 Millionen Euro Schulden."
Mehr unter http://www.axeltroost.de/article/592.gutachter_stadtwerke_verkauf_rechnet_sich_nicht.html
- "Unser Wasser- Kassel" - Initiative Bürgerbegehren gegen die Privatisierung von Wasser in der Region: http://www.is-kassel.org/unser-wasser-kassel
Ein großer Brocken von den hess. PPP-Projekten ist sicherlich das
Finanzzentrum in Kassel.
Nachzulesen aus der Stadtzeitung-Kassel bzw. in der kassel-Zeitung:
PPP-Pilotprojekt Finanzzentrum Kassel-Altmarkt
- http://kassel-zeitung.de/cms1/index.php?serendipity[action]=search&serendipity[searchTerm]=Finanzzentrum
- http://kassel-zeitung.de/cms1/index.php?/archives/6564-Richtfest-beim-Finanzzentrum-Kassel-Altmarkt.html
- http://www.stadtzeit-kassel.de/Download_files/mag19web-1.pdf
„Das Land Hessen hat bereits mehrere Immobilienprojekte in Angriff
genommen, bei denen die Chancen von Private Public Partnership genutzt
werden“, heißt es in einer Broschüre des Hessischen
Immobilienmanagements. Das an historischer Stelle, der Altmarkt gilt
als Keimzelle der Fuldastadt, entstehende Finanzzentrum soll im
Frühjahr 2009 bezogen werden können.
Den Zuschlag für die Umsetzung des Projektes bekamen die SüdLeasing
GmbH in Mannheim mit dem Bau- und Gebäudemanagementunternehmen
Müller-Altvater in Stuttgart und Wöhr Mieslinger Architekten,
ebenfalls Stuttgart.
Um Wirtschaftlichkeit, Architektur sowie Städtebau unter einen Hut zu
bringen, war ein Teilnahmewettbewerb vorgeschaltet, an welchem sich
vier Investoren mit ihren Architekten-Teams beteiligten. Ebenso
viele baustrukturell nahezu identische Lösungen brachte dieses Verfahren
für diesen stadthistorisch aufgeladenen Standort hervor, wobei der
Siegerentwurf auch das vom Hessischen Immobilienmanagement eingesetzte
Fachgremium Architektur unter Leitung von Prof. Carlo Weber,
Stuttgart, überzeugte.
Der private Partner plant, finanziert, baut und betreibt das Gebäude,
das Land Hessen fungiert für 30 Jahre als Mieter. Durch diese „Konzentration
staatlichen Handelns auf die Kernaufgaben können wir so rund zwölf
Prozent an Kosten gegenüber dem Eigenbau sparen“, führte
Finanzstaatssekretär Dr. Walter Arnold im Rahmen einer Pressekonferenz
im Dezember letzten Jahres aus. (...) freuen können.“
Grüße Veronika