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Große Player auf dem deutschen Immobilienmarkt

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Aufgekaufte große Wohnungsbestände

Akteure gegen Wohnungsprivatisierungen in der Bundesrepublik

Internationale Netzwerke

Knut Unger schreibt am 04.06.2008 auf der APRI-Liste

Auch international habe v.a. ich seit etwa 2000 versucht, das Thema der Wohnungsprivatisierungen und der Finanzmarktglobalisierung der Wohnungswirtschaft in die internationalen Netzwerke für das Recht auf Wohnen einzubringen.

Engl. Berichte, siehe z.B.

Gegen die Privatisierungen zu sein ist in den Netzwerken der städtischen Sozialbewegungen und Wohnrechts-NGOs ein breiter Konsens und es gibt viele verschiedene Kämpfe auf der Welt, was aber noch nicht heißt, dass sich in diesem Feld über gelegentliche Statements und Konferenzen hinaus eine kontinuierliche gemeinsame internationale Praxis entwickelt hat.

Ich hab mit unterschiedlichen Partnern bislang bei allen ESFs (und anderen Europäischen Vernetzungstreffen und auch beim letzten WSF) über die Wohnungsprivatisierungen in Deutschland berichtet.

ESF Florenz: Workshop mit HIC und u.a. der italinischen Unione Inquilini. Damals war die Wohnungsprivatisierung in Italien auch ein wichtiges Thema.

ESF Paris: Größere Konfrenzen, wo es u.a. auch darum ging. In Frankreich gibt es ganz massive Wohnungsprobleme und starke Bewegungen. Aber die Privatisierung der Wohnungen ist eher schleichend und nicht mit der Situation in Deutschland zu vergleichen. Deshalb gibt es immer wieder rhetorische Übereinstimmungen in den Zielen, aber einfach auch andere Prioritäten in Frankreich, und eine wirkliche Zusammenarbeit ist trotz vieler Kontakte (auch wegen Sprachbarrieren) zu Wohnungsprivatisierungen nicht zustande gekommen.

ESF London: Mehrere Seminare u.a. mit London Tenants Federation, der trotzkistischen "Defend Council Housing" und mehreren anderen europ. und US-Organisationen. Hier gibt es mit der - allerdings von der übrigen Szene ausgegrenzten - DCH eine klare Kampagne, sonst auch Thema. Aber in England hat Maggy Thatcher durch das "Right to buy" einen umfassenden Einzelprivatisierungsprozess eingeleitet. Es gibt einfach viel weniger Wohnungen, die betroffen sein könnten. Die Szene ist sehr zersplittert und mit internationalem Networking überfordert.

ESF Athen: Auch hier Berichte bei Seminaren aus unterschiedlichen Ländern, aber Privatisierung von Wohnungen ist in Griechenland kein Thema, da sowieso alles privat ist.

Das ist ein kleiner Ausschnitt. Ein handlungsfähiges europ. Netzwerk zum Thema Wohnungsprivatisierungen ist auch durch weitere Konferenzen (u.a. INURA Essen) nicht entstanden. In Europa gibt es aber z.B. die International Union of Tenants IUT, die auch gegen Wohnungsprivatisierungen ist. Dann sammelt sich ein Teil der linken Wohnungsbewegung in einem sehr offenen Forum "General States for Housung Rights" (EGEL), die auch über Kontakte ins EU-Parlament (housing inter group) verfügt. Es gibt die prominenten Fälle der EU-Kommission gegen Schweden und Niederlande. Eine klare Arbeitslinie ist aber nicht zu erkennen.

Weil ich nun schon so oft bei den ESFs über die Wohnungsprivatisierung in Deutschland bei Wohnungs-Workshops berichtet habe, möchte ich mich da eher zurück halten, jedenfalls wenn da niemand anders (aus anderen Ländern) mitmacht. Dagegen würde ich es sehr wichtig finden, wenn wir die internationalen Finanzmarktakteure in der Wohnungswirtschaft aufs Korn nehmen. - speziell Wohnen

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