Heilbronn

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lokale Bündnisse / NGOs - zur Thematik

Erst verkauft, dann wieder begehrt?

  • ZEAG - Stromversorger - 2001 komplett an EnBW verkauft

... und die späte "Reue" (?) in 2010:

"(...) Die Stadt Heilbronn möchte sich wieder mit zehn Prozent am Energieversorger Zeag beteiligen. (...) Als Gegenleistung würde der Karlsruher Konzern seine Beteiligung am Heilbronner Gasversorger Heilbronner Versorgungs GmbH (HVG) auf 49,9 Prozent aufstocken." Sieht so ein gutes Geschäft aus?

Eine Beteiligung an der ZEAG in Höhe von 10% liegt unterhalb der Sperrminorität - die Stadt hätte also keine wesentlichen Rechte, während im Gegenzug die Rechte des Konzerns EnBW über den Erwerb weiterer Anteile der HVG weiter gestärkt würden.

Darüber hinaus zu beachten: Der Atomstromanteil der ZEAG liegt bei 69%.

Angaben des BBMN - Bund der Bürgerinitiativen mittlerer Neckar e.V.:

Aber wer ist die ZEAG eigentlich?


Das frühere „ZEAG Zementwerk Lauffen - Elektrizitätswerk Heilbronn Aktiengesellschaft“ ist ein Energieversorger, der das Stromnetz in vier Gemeinden zwischen Heilbronn und Kirchheim betreibt. Die ZEAG ist eine Tochter des Energiekonzerns EnBW, der mit 98,26 Prozent am Kapital der Gesellschaft beteiligt ist.

Die EnBW betreibt über ihre Konzerngesellschaft EnBW Kernkraft GmbH (EnKK) vier Atomkraftwerke in Baden-Württemberg, darunter auch die beiden Reaktoren in Neckarwestheim. Die ZEAG ist auch direkt mit einem kleinen Anteil an der EnKK beteiligt. ZEAG und EnBW stehen von daher für die Erzeugung von Strom aus Atomkraft. ZEAG und EnBW streben eine möglichst lange Laufzeit der Reaktoren an - ohne Rücksicht auf die Umwelt und die Menschen in der Umgebung der Atomanlagen.

Der Atomstromanteil der ZEAG liegt bei 69 %. Deutschlandweit hat Atomstrom dagegen nur einen Anteil von 25%. Trotz aller Ökostrom-Rhetorik ist ZEAG-Strom von daher in erster Linie Atomstrom."

Städte- und Gemeindebund zum Thema

Der Städte und Gemeindebund empfiehlt dagegen auslaufende Konzessionsverträge zur Rekommunalisierung und DeZentralisierung zu nutzen:
Auslaufende Konzessionsverträge bieten Chancen für Städte und Gemeinden
"Bundesregierung muss Energieversorgung im ländlichen Raum fördern!

Anlässlich der heutigen Sitzung des Ausschusses für Finanzen und Kommunalwirtschaft des Deutschen Städte- und Gemeindebundes wies der Vorsitzende, Bürgermeister André Kuper, Rietberg, auf die Chancen hin, die auslaufende Konzessionsverträge für die Gemeinden bieten."

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