GSW
GSW
Ehemals kommunales Berliner Wohnungsunternehmen mit 65.700 Wohnungen.
Im Frühjahr 2004 von Goldman Sachs gemeinsam mit dem Private Equity Fonds Cerberus aufgekauft. Obwohl die Neuerwerber allein aufgrund der damals niedrigen Zinsen riesige Gewinne auf das geringe eingesetzte Eigenkapital erwirtschaften konnten, wurde sofort das "Mieterhöhungspotenzial" ausgeschöpft und die Belegschaft "optimiert". Architekten wurden outgesourct, kostenintensive Einheiten verkauft. Nach zwei Jahren war der Personalstand bereits halbiert.
Ein halbes Jahr nach dem Kauf der GSW wurden 1529 Wohnungen bereits an den Weiterverwerter Vivacon weiterveräußert und wieder drei Monate später landete die Hälfte dieser Wohnungen bei einem Spezialisten für Mieterprivatisierung aus Österreich (der Firma Conwert). In Berliner Siedlungen kam es zu willkürlichen Erhöhungen wegen Modernisierungen.
Quelle: Pressemitteilung des Aktionsbündnis "Zukunft der LEG" vom 30.5.2008, http://www.volksinitiative-leg.de/de/news/stellungnahmen/index.php/art_00001760