Benutzer:RedTeddy.Geschichte-2009-02-25
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Eine Geschichte
Stellen Sie sich vor ein gewisser Chris F. hat eine Eigentumswohnung in einem 4-Familien-Haus. 25(,1)% Anteil am Haus - auch an den Gemeinschaftseinrichtungen. Sie sind einer der anderen Wohnungseigentümer. Nun hat ein Sturm das Dach abgedeckt und im Keller ist ein massiver Wassereinbruch. Das Haus ist in seiner Substanz massiv bedroht. Was tun? Reparieren. Und zwar schnell! Dann kommen die Rechnungen und alle bezahlen. Alle? Nein, nicht alle. Chris F. zahlt nicht. Er weigert sich. Was tun sie? Sie übergeben die Sache ihrem (gemeinsamen) Rechtsanwalt. Der klagt den verweigerten Anteil an der Rettung des Hauses per Gericht ein. Ggf. per Zwangsvollstreckung ...
Und was macht J. Christopher Flowers bei der HRE Bank? Er lässt den Staat, also uns alle (Steuerzahler), helfen. Schon mehr als 50 Mrd. Euro Eigenkapitalhilfe, bei nem ursprünglichen Einstiegs(!)-Wert von ner reichlichen Milliarde Euro für die 25,x%. Eigentlich ist der Kapitalanteil schon längst verwässert. Darüberhinaus gab es noch Bürgschaften in Milliardenhöhe für die marode Hypo Real Estate. Maroder als die DDR je war!
Wer klagt den Flowers-eigenen Rettungs-Anteil ein? Gelten bei Banken andere Gesetze? Was wird dort eigentlich noch verhandelt? Gelten im Aktienrecht etwa andere Regeln als im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB)?
Was ist mit dem http://de.wikipedia.org/wiki/Gleichheitsgrundsatz ?
Steht das http://de.wikipedia.org/wiki/Eigentumsrecht etwa höher?
Werden da die anderen Eigentümer nicht geschädigt?
Von der Allgemeinheit ganz zu schweigen.
Was ist mit Moral Hazard durch Flowers?
Wo ist mein Denkfehler?
Gibt es überhaupt einen?
Denke die Mehrheit der Bundesbürger versteht das Trauerspiel um die HRE schon lange nicht mehr.
Ein gesteuertes http://de.wikipedia.org/wiki/Insolvenzverfahren scheinen auch nicht viele im Blick zu haben.
--RedTeddy 14:32, 26. Feb. 2009 (CET) - Update